Liebe Wohnprojektinteressierte, liebe Freundinnen und Freunde des gemeinschaftlichen Wohnens!
Kaum jemand wird 2025 als einfaches Jahr in Erinnerung behalten. Der Ukrainekrieg dauert an und könnte, während dieser Newsletter erscheint, in einen unruhigen und ungerechten Frieden münden. Ich erinnere mich gut daran, wie das freudige Ereignis der Schlüsselübergabe für den Petershof an die Machbarschaft, mit dem Kriegsbeginn gemeinsam, auf Weiberfastnacht fiel.
Nach über einem Jahr Trump-die-Zweite steht die Welt so Kopf, wie es sich angekündigt hat und es gibt wenig Ausblick, dass es an dieser Ecke besser wird.
Für gemeinschaftliche Wohnprojekte war das Jahr auch eher durchwachsen. Auf der Habenseite steht, dass wir ein Konzeptverfahren für ein größeres Projekt am Poller Damm begleiten durften und dass es für die Parkstadt, sowie andere Entwicklungsgebiete, sich konkretisierende Hoffnungen auf mehr Möglichkeiten gibt. Doch mit der Kapitulation der gemeinschaftlichen Akteure angesichts der ewigen Vertagung in Bonn Vilich Müldorf und dem weitgehenden Scheitern von zwei Kölner Projekten (dazu zu gegebener Zeit mehr), kann man Anfang Dezember nicht behaupten, dass das Licht überwöge.
Doch dann gibt es Euch, eine lebendige Gemeinschaft, die die Idee von besserem Wohnen in einer besseren Stadt nicht aufgibt und für die wollen wir weiter in 2026 den Boden bereiten und Türen öffnen.
Daher schauen wir mit Vorfreude auf den 11. Wohnprojektetag für Köln & Region am 28.2.26 und die diversen geplanten Austausche mit Politik, aus deren Reihen sich einige im Wahlkampf für unsere Ideen stark gemacht haben, Verwaltung und Investoren. Auf dem Wohnprojektetag wird es unter anderem ein Update zu den Chancen der Wohnprojekte im Deutzer Hafen, aber auch viele von der Community angebotene Workshops geben.
Nun wird es also Zeit für ein paar besinnliche und erholsame Tage, um dann mit Elan in 2026 die Chancen zu nutzen und für mehr Chancen zu werben.
In diesem Sinne verabschieden sich für 2025
Almut Skriver und Sascha Gajewski
in eine kurze Winterpause. Tee trinken, Freunde und die Liebsten verwöhnen und Pläne schmieden für 2026 steht an!
P.S.: Flexibles Wohnen bei der Sendung mit der Maus: Besuch bei San Riemo in München
Die Maus-Macher:innen besuchen das gemeinschaftliche Wohnprojekt San Riemo in München. Das Besondere ist hier, dass der Zimmertausch bereits eingeplant ist und schon genutzt wurde. Das liegt daran, dass es nicht nur ein sog. Schaltzimmer zwischen zwei Wohnungen gibt, sondern Zimmer von vier anliegenden Wohnungen wechselweise genutzt werden können – das wird am Modell und beim Besuch anschaulich in 10 Minuten erklärt. https://www.youtube.com/watch?v=TRQEP-SV_qs

P.P....S.: Buchtipp – kostenlos als pdf Larisa Tsvetkova Kommunen und Wohnprojekte
Handlungsfelder und Instrumente zur Unterstützung selbstorganisierter Wohnformen
Verlagstext: „Wie können Kommunen und Wohnprojekte im Sinne einer gemeinwohlorientierten Wohnungspolitik kooperieren? Larisa Tsvetkova beleuchtet am Beispiel von Tübingen, Leipzig und Hamburg kooperative Quartiersentwicklungen und Verfahren mit gemeinschaftlichen, vielfältigen und nichtspekulativen Wohnprojekten. ...“
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