Chancen für gemeinschaftliche Wohnprojekte im Deutzer Hafen auf dem Wohnprojektetag vorgestellt
85 Interessierte hatte der Vortag beim Wohnprojektetag 2026 von Andreas Röhrig, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft moderne stadt, die den Deutzer Hafen entwickelt, angelockt: der Raum war übervoll, die Spannung groß.

„Die Wohnprojektinitiativen können einen Beitrag leisten zum frei finanzierten, geförderten und preisgedämpften Wohnen im Deutzer Hafen“
Andreas Röhrig beim Wohnprojektetag

„Die Wohnprojektinitiativen können einen Beitrag leisten zum frei finanzierten, geförderten und preisgedämpften Wohnen im Deutzer Hafen“ sagte Röhrig, die Gesamtentwicklung wird jedoch erst Ender der 2030er Jahre fertiggestellt sein. Im Hafen sollen Wohnungen für 6.900 Menschen entstehen, darüber hinaus viele Arbeitsplätze, Schulen, Kitas, gewerbliche und kulturelle Nutzungen. Die Infrastruktur, z. B. die Brücke über das Hafenbecken und die Parks, wird als erstes hergestellt, um nach und nach Teilquartiere entwickeln und bauen zu können, die bereits an die Siegburgerstraße angebunden sind und als Nachbarschaften funktionieren.
Huckepack-, Bestandshalter- und Konsortiumsmodell
Röhrig stellte drei Entwicklungsmodelle für gemeinschaftliches Wohnen vor, die im Deutzer Hafen angedacht sind: Beim „Huckepackmodell“ entwickelt und baut die moderne stadt entweder für das gemeinschaftliche Projekt oder verkauft eine Parzelle im Baufeld an das Projekt, das dann selber baut. Im „Bestandshaltermodell“ übernimmt dieser die gleiche Rolle als Baufeldentwickler. Im „Konsortium“ genannten Modell, entwickeln und bebauen mehrere Gruppen ein ganzes Baufeld selber. Letzteres Modell ist eher für die Halbinsel geeignet.

Ausschreibungen für gemeinschaftliche Wohnbauprojekte
Ausschreibungen für gemeinschaftliche Wohnbauprojekte soll es ab 2027 sowohl im Urbanen Gebiet, als auch auf der Halbinsel geben. Erfahrungen mit kleineren Baugemeinschaften hat die moderne stadt bereits auf dem Clouth-Gelände und in Ehrenfeld gesammelt, im Deutzer Hafen werden die Projekte allerdings „ein ganz anderes Volumen haben“. Daher lohnt es für interessierte Gruppen, sich bereits jetzt zusammenzufinden. Leider ist im Deutzer Hafen kein Erbbaurechtsmodell möglich, da die hohen Entwicklungskosten durch den Grundstücksverkauf refinanziert werden müssen. Die Ausschreibungsverfahren für gemeinschaftliche Wohnbauprojekte sollen niederschwellig und transparent gestaltet werden, Teileigentumsmodelle werden eher kritisch gesehen. Die moderne stadt wird sich in den nächsten Monaten mit dem Büro für gemeinschaftliche Wohnbauprojekte der Stadt Köln und der MitStadtZentrale dazu austauschen.
Im Spätsommer ist auch wieder der Deutzer Hafentag geplant, bei dem man sich vor Ort zur weiteren Entwicklung informieren kann. Diesen und die weiteren relevanten Termine veröffentlichen wir rechtzeitig in unserem Newsletter.
