„All zesamme” – mit Suffizienz gutes Leben gestalten

Aus dem Kurzworkshop zum 11. Wohnprojektetag Köln und Region

Von Burgel Langer

Was bedeutet eigentlich Suffizienz und warum ist sie für nachhaltige Wohnformen unverzichtbar? Warum sind gerade gemeinschaftliche Wohnprojekte prädestiniert für Suffizienz? Welche Ideen wurden in Wohnprojekten bereits entwickelt?  

Mit diesen Fragen beschäftigten sich 20 Teilnehmer:innen im Workshop Suffizienz, den der Verein Stadtraum 5und4 auf dem 11. Wohnprojektetag am 28.02.26 ausgerichtet hatte. Die Frauen und Männer unterschiedlichen Alters waren hochmotiviert, den sperrigen Begriff Suffizienz in all seinen Facetten zu durchdenken: jene Haltung der Genügsamkeit, die sich an dem orientiert was wirklich gebraucht wird und durch die Klimaschutz erst nachhaltig möglich wird. Wir leben in einer Welt des Zuviels: wir konsumieren zu viel, wir produzieren zu viel Verkehr, wir verbrauchen zu viel Ressourcen, mit der Konsequenz, dass ein gutes Leben für alle auf diesem Planeten schon längst massiv bedroht ist. Das wurde im einführenden Teil des Workshops durch eindrucksvolle Graphiken und Schaubilder deutlich.  

Im zweiten Teil ging es um Beispiele des Maßhaltens in Integrativen Wohnformen, im Quartier und in einzelnen Projekten. Besonders beeindruckt hat die Teilnehmer:innen das 2024 entstandene Suffizienzhaus U10 in Kassel, ein fünfgeschossiges Wohnhaus, das in einer ehemaligen Baulücke durch schlichte Grundrisse und einfache Konstruktion in Massivholzbauweise besticht. Auch wurden für den Bau konsequent fehlproduzierte Bauteile und Abbruchmaterialien verwendet.  

Am Ende des zweistündigen Workshops ging es um die Frage, was jeder Einzelne konkret tun kann, und führte zu manch verblüffender Erkenntnis wie: Zeit teilen.      

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