Quartiersgenossenschaft stärkt den Sozialraum – eigenverantwortlich
GeQo im Münchner Prinz-Eugen-Park zeigt, was Stadtgesellschaft kann
Im Prinz-Eurgen-Park, einem ehemaligen Kasernengelände, ist so manches anders. Die 1.800 Wohnungen wurden auf Erbbaugrundstücken errichtet, erste in 2019 bezogen. Doch bereits davor gab es eine Initiative, die von den vorigen Gebietsentwicklungen gelernt hat. Ein lebendiges, gemischtes Quartier braucht Macher:innen, die mit Herzblut den Ort beleben. Quartiersmanagement ist eine feine Sache, noch feiner, da vielleicht wirksamer und wirtschaftlicher ist es, wenn man den Menschen aus dem Quartier eine starke Rolle darin gibt.
So wurde 2018 bereits die GeQo eG gegründet, die von 15 Gründungsmitgliedern (den Gerüchten nach etliche Menschen aus der Münchner Genossenschaftsszene) sehr schnell auf 470 Mitlieder wuchs. Und von Anfang an war klar, dass sie ein breites Spektrum an Dienstleistungen bieten soll, die Begegnung fördert, das Teilen von Ressourcen unterstützt und Menschen zusammenbringt. Nach dem aktuellen Bericht auf dem ZusammenLebenFestival am 19.&20.6. hat sich alles Wesentliche materialisiert, was man sich vorgenommen hat und uns in seiner frühen Nutzungsphase vorführte. Denn unsere Exkursion 2021 führte und bereits ins GeQo. Geführt von der Mitbauzentrale (Namensähnlichkeiten nur bedingt zufällig), die in die Entwicklung als Beraterin einbezogen war, waren wir schon damals von dem Konzept begeistert. Nun der Anlass, im 8. Jahr des Betriebs von dieser Erfolgsgeschichte zu berichten.


Kulturveranstaltungen, Raumvermietung in verschiedenen Projekten, Cafébetrieb und so vieles mehr leistet das GeQo, dass Ihr es besser nachlest und Euren Liebling darin selbst findet.
In diesem Quartier, in dem sechs Genossenschaften Projekte realisiert haben, von denen drei die Pioniere der jungen Genossenschaften sind, namentliche Progeno, wagnis und WOGENO eG, wurden nicht nur 80% aller Wohnungen preisgebunden realisiert, sondern entstand auch die größte Holzbausiedlung Deutschlands mit 570 Wohneinheiten. Die Idee zukunftsfähigen Bauens durchzieht das Quartier also in vielen Dimensionen, die durchaus miteinander zusammenhängen.
Die Anschubfinanzierung der GeQo durch die Kommune – die ein “normales” Quartiersmanagement ja auch brauchen würde, dürfte sich mehr als bezahlt gemacht haben. Was sollten wir anderes raten, als sich dieses Konzept für alle Kölner Entwicklungsgebiete zum Vorbild zu nehmen?
Einen netten kleinen Einbklick in das Spektrum und Look&Feel des GeQo bietet dieser kleine Film hier.
Die Kombination aus einer kooperativen Stadt, einer lebendigen Zivilgesellschaft und kommunal geförderter Beratungseinrichtungen darf hier als Erfolgsgrundlage beschrieben werden, wollen wir das auch können? Die in Entwicklung befindlichen Gebiete bisten merhfach Gelegenheit!
