“Wer weiss was zu….?”- Sommerfest des Austauschs

Nur eines kommt nicht in Frage, aufgeben!

Bei 30 Grad liess es sich gut unter den Kastanien des Allerweltshauses aushalten. Mehr als 30 Teilnehmende aus 15 Gruppen und Initiativen fanden sich zum sommerlichen Schnack rund um Wohnprojektethemen ein. Ralf Leppin berichtete für die mieterkoeln eG, dass nun die Baugenehmigung vorliegt, die Machbarschaft eG (Petershof) von den Herausforderungen des Bauens und den Grenzen der Eigenleistung, die BG1006, dass sie im Warten auf Förderzusagen dringend Soli-Kredite brauchen kann und die Projektgruppe Poller Damm von der Freude und den Mühen einer sich rasant vergrößernden Community, die erst einmal Integrationsarbeit verlangt.

Auch die Gruppen, die als Mietprojekte nicht selbst bauen wollen, weil dies sehr hohe Anforderungen stellt, waren zahlreich gekommen. Mit Lebensräume in Balance und WohnBunt, waren die zuletzt realisierten Projekte vertreten. Es wurde heiss diskutiert, warum Investoren so selten mit Mietprojekten kooperieren, wo doch die Vorteile für das Quartier und auch den Vermieter, mit einer stabilen Mietergruppe und die Immobilie pflegenden Bewohnern so überzeugend scheinen. Die MitStadtZentrale ist gerne behilflich Investoren mit Gruppen in Verbindung zu bringen.

Über die Grenzen aller Projektarten und -stadien hinweg, fanden sich Themen, wie Gruppenaufbau, Finanzierung oder wie die Lebendigkeit im Projekt erhalten werden kann – und für viele gab es neue Einsichten und Ideen. Das Netzwerk für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen berichtete von den neuen Mitstreiter:innen und Aktivitäten, für die weiterhin Mitmachende gesucht werden.

Gleichzeitig war es der Auftakt für die Planung des 11. Wohnprojektetags am 6.3.27.

“Die letzten Jahre kamen die Ideen überwiegend aus einem kleinen Kreis” so Almut Skriver von der MSZ. “So wie Wohnprojekte Orte des Mitmachens und der Teilhabe sind, bietet der Wohnprojektetag dieses Mal noch mehr Gelegenheit die Rahmenbedingungen mitzugestalten.” Unter info@mitstadtzentrale.de nehmen wir gerne Eure Themen, Bedarfe und Referierendenvorschläge oder eigene Angebote in den kommenden Wochen entgegen. Daraus wird dann ein rundes Programm entwickelt.

Die Rahmenbedingungen für gemeinschaftliches Wohnen in Köln werden weiterhin als schwierig wahrgenommen. Eine Teilnehmerin berichtete, dass sie mit ihrem Traum nun nach Norddeutschland ausweicht, es sei bezahlbarer und die Unterstützung der Kommune sei groß. Das ist für die meisten Rheinländer keine Option. So schwer verdaulich die Langsamkeit der Entwicklung für viele ist, scheint aufzugeben nicht in Frage zu kommen.

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