Online-Beteiligung bis 11.10. – Neues Quartier Bickendorf

Sieger Städtebau gekürt

Am 25.09.26 wurde nach einem zweistufigen Wettbewerb mit 12 Büros für das Neue Quartier Bickendorf (NQB) der Entwurf der Büros Astoc Architekten und RMPSL Landschaftsplaner ausgewählt. Schon am selben Abend fand die frühzeitige Bürgerbeteiligung im Bebauungsplanverfahren statt, der Siegerentwurf wurde vorgestellt und Anregungen der Anwesenden wurden aufgenommen. Ab Montag kann man online bis zum 11.10. weitere Anregungen, z. B. zum gemeinschaftlichen Wohnen, abgeben, die in den Abwägungsprozess des Stadtplanungsamtes einfließen.

Anna Rzymelka-Instone, Julia Klehr-Stadtplanung, Prof. Stahl-Jury alle Fotos: MSZ

Das 17 ha große Gelände wurde bisher industriell und gewerblich, zuletzt von der Firma Coty, genutzt. 2021 kaufte die Instone RE diese größte noch verfügbare Entwicklungsfläche im Kölner Westen. Laut Konzeptstudie sollen dort 1.650 Wohnungen, 2.150 Arbeitsplätze und eine Schule entstehen. Die städtische Beschlussvorlage wünscht ein „lebendiges, urbanes Quartier“ mit 30% gefördertem Wohnungsbau.

Anna Rzymelka, Niederlassungsleiterin NRW der Instone Real Estate Development GmbH betont, dass sie die u.a. geplanten 1.600 Wohnungen nicht nur entwickeln, sondern auch selbst bauen werden. Instone profitiert nach eigenen Angaben davon, besonders günstig bauen zu können. Im Interview mit dem Handelsblatt 2026 erläutert Vorstandschef Kruno Crepulja „Wir reden, je nach Stadt und Lage, vielleicht von 3500 bis 4000 Euro den Quadratmeter inklusive Grundstückskosten“. Bei den reinen Baukosten liege das Unternehmen bei weniger als 3000 Euro pro Quadratmeter. So entstehen hoffentlich auch für die Bewohner:innen ohne WBS und gemeinschaftliche Wohnformen bezahlbare Wohnungen.

Vorausgegangen war ein aufwändiger Beteiligungsprozess mit über 200 Bürger:innen, die in Werkstätten verschiedene Szenarien für die Nutzungsverteilung auf dem Gelände entwickelt hatten.

Bunt gemischt und urban soll es werden…

Modelle aus den Bürger:innen-Workshops zu gewünschten Nutzungen und Wegeverbindungen

Im Leitbild, das aus der Bürger:innenbeteiligung entwickelt wurde, war wichtig, dass hier ein Quartier mit kleinteiliger Mischung auch der Eigentumsformen entstehen soll: Wohnen, Gewerbe und innovative Wohnformen auch für Baugemeinschaften.

Der städtebauliche Entwurf basiert auf der “Ypsilon-Variante”, die in der vorangegangenen Beteiligung ausgewählt worden war und wurde in der zweiten Stufe so erfolgreich überarbeitet, dass die Jury sich einstimmig entschied.

Modell des Siegerentwurfs von Astoc und RMPSL

Kern des Konzepts ist ein winkelförmiger Park, der die drei Bereiche Wohnen, Gewerbe und Mischbereich mit einander verbindet, es entstehen verschiedene kleine Plätze und Gebäudetypologien.

An der Wilhelm-Mauser-Straße soll gegenüber den bestehenden Handwerkerhöfen ein innovatives gemischtes Quartier entstehen, indem auch alternative und kreative Wohnformen ihren Platz finden.

hier könnten gemeinschaftliche Wohnprojekte entstehen

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